Das Medium Radio bietet mit seinen hohen Reichweiten sehr gute Möglichkeiten, einer attraktiven Zielgruppe tagesaktuelle, informative wie emotionale Botschaften und Themen zu kommunizieren. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und reichen von der Werbung bis zu den verschiedenen Instrumentarien der Radio-PR.
Die wohl gängigsten Darstellungsformen der Radiowerbung sind der produzierte Werbespot, der „Live-Reader“, eine werbliche Nennung durch den Moderator sowie das Sponsoring von speziellen Senderformaten. Zu den wichtigsten Radio-Vermarktern gehören Radio Marketing Service (RMS) und die ARD Werbung Sales & Services GmbH. Die privaten Radiosender sind weitgehend auf die Werberlöse angewiesen und finanzieren sich durch den Verkauf von Werbezeiten, deren Preise sich an den Reichweiten der Sender, den Ausstrahlungszeiten und dem Ausstrahlungsgebiet orientieren.
Im Vergleich zum Werbespot bietet Hörfunk-PR die Möglichkeit, über ein Thema ausführlicher mit redaktionell aufbereiteten Inhalten zu informieren. Dabei reicht das Spektrum von sendefertigen Kurzbeiträgen und aufgezeichneten Original-Tönen über die Vermittlung von Interviewpartnern bis hin zu individuell konzipierten Kooperationen sowie der Platzierung von Infomercials in ausgesuchten Sendern.
Thematisch ist ein lancierter Radio-Beitrag ein Teil des redaktionellen Programms und daher in Aufbau, Länge und Stil dem Format der Sender angepasst. Marken- bzw. Produktnennungen werden zum Beispiel durch Experten-Statements oder ein gekoppeltes Gewinnspiel transportiert, beziehen daher ihre Glaubwürdigkeit und vermitteln den Hörern verbraucherorientierte Informationen.
Das Radio zeigt sich heute als anpassungsfähiges Medium, das vor allem durch „Live-Charakter“, gute Verfügbarkeit und Hörerbezogenheit punktet. Neue Sendetechniken wie zum Beispiel das Digitalradio - das eines Tages das analoge Radio ablösen könnte - beweisen Innovationskraft.
Ein Beleg dafür ist auch der zunehmend intermediale Charakter. Die Sender verweisen auf ihre Websites für zusätzliche Hintergrundinformationen. Umgekehrt bildet die klassische „Hörergemeinde“ zunehmend Communities und gestaltet von außen das Radioprogramm mit – zum Beispiel durch Votings.
So braucht es einem auch in Zukunft um das Medium Radio nicht bange zu sein. Die Radiobranche hat in den vergangenen Jahren gezeigt, dass sie die Zeichen der Zeit erkannt hat und mit neuen Angeboten ihre Hörer bei Laune hält. Diese Leistung ist besonders bemerkenswert, da das Medienangebot in allen Branchen immer mehr zunimmt.